Wir vertreten die Interessen junger Menschen.
Im JRK finden junge Menschen flächendeckend eine starke Unterstützungsstruktur. Der Auftrag des JRK umfasst nicht nur die Schaffung von Bildungsangeboten zu Themen wie politischer und gesellschaftlicher Bildung, Gesundheitsförderung, Gewaltprävention und Streitschlichtung. Für das JRK ist die Selbstorganisation junger Menschen zentral.
Gemeinsam mit ihnen schafft das JRK Räume, in denen sie selbstbestimmt agieren und sich einbringen können. Auf diesem Weg lernen Kinder und Jugendliche, sich als Teil einer Gemeinschaft zu begreifen, die sie aktiv mitgestalten können und sollen. Hier erfahren junge Menschen Selbstwirksamkeit und bauen wertvolles Selbstvertrauen auf.
Wir engagieren uns, denn Gesellschaft zeigt ihre Stärke im Miteinander – dafür stehen wir, weltweit und ohne Wenn und Aber. Als Teil der weltumspannenden Rotkreuz-Rothalbmond-Bewegung vermitteln wir humanitäre Werte. Wir helfen anderen, wenn sie in Not geraten – sei es durch Krieg, Katastrophen, Hungersnot, Unfälle, Krankheit oder Armut. Mit Kampagnen, Aktionen und Initiativen machen wir auf kritische Themen aufmerksam. Unsere Mitglieder setzen sich mit vereinten Kräften für positive gesellschaftliche Entwicklungen ein.
In fast jeder Stadt oder Gemeinde in Deutschland bietet das Jugendrotkreuz regelmäßige Gruppenstunden an. Mit jeder Menge Spaß werden Erste-Hilfe-Maßnahmen geübt, Projekte geplant und Workshops durchgeführt. Internationale Begegnungen und Hilfsprojekte bieten die tolle Chance, Jugendliche aus aller Welt zu treffen, andere Kulturen kennenzulernen und sich für eine gute Sache einzusetzen.
Das Jugendrotkreuz ist ein zuverlässiger Partner der Schulen. Etwa 45.000 Jugendliche engagieren sich derzeit in Schulsanitätsdiensten. Sie stehen helfend zur Seite und übernehmen bei Unfällen die medizinische Erstversorgung. Zu unserem zentralen Thema „Humanitäre Werte” erstellen wir Unterrichtsmaterialien für Schulen und Arbeitshilfen für JRK-Gruppenstunden. Die Inhalte beziehen sich direkt auf die Lebenswelten junger Menschen und wecken das Interesse an sozialem Engagement.
Die Rotkreuz-Rothalbmond-Bewegung ist mit 192 Nationalgesellschaften weltweit aktiv. Vor den unterschiedlichsten sozialen und kulturellen Hintergründen engagieren sich hier viele Millionen Helferinnen und Helfer rund um den Globus. Diese sieben Grundsätze geben allen Mitgliedern unserer humanitären Bewegung Orientierung.
Menschlichkeit
Unser Denken und Handeln ist darauf ausgerichtet, menschliches Leiden zu verhüten und zu lindern. Wir stellen den Respekt für die Würde des Menschen in den Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir dienen Menschen – aber keinem System.
Unparteilichkeit
Wir unterscheiden nicht nach ethnischer und politischer Zugehörigkeit oder sozialem Status. Unsere Hilfe erfolgt allein nach dem Ausmaß der Not. Wenn du als Sanitäter beispielsweise an einen Ort kommst, an dem ein Polizist und ein Bankräuber beide angeschossen sind, hilfst du zuerst dem Schwerverletzten. Wir versorgen das Opfer, aber genauso den Täter.
Neutralität
Wir halten uns aus Feindseligkeiten sowie politischen, religiösen und ideologischen Auseinandersetzungen heraus. So bewahren wir uns das Vertrauen aller Akteure und schaffen die Voraussetzung, frei zu handeln und der Situation entsprechend zu helfen. Wir ergreifen Initiative, aber niemals Partei.
Unabhängigkeit
Wir verhalten uns unabhängig von den jeweiligen Regierungen eines Landes sowie von an Bedingungen geknüpften finanziellen Mitteln. Nur so behalten wir die Freiheit, nach unseren Grundsätzen handeln zu können. Wir gehorchen der Not, aber nie dem König.
Freiwilligkeit
Wir handeln nicht eigennützig, sondern spontan und individuell im Rahmen unserer Möglichkeiten und leisten somit unseren Beitrag zu einer modernen Solidargemeinschaft. Wir arbeiten rund um die Uhr, aber nie in die eigene Tasche.
Einheit
In jedem Land repräsentieren wir nur eine für alle offene Rotkreuz-Gesellschaft. Ablehnung und Diskriminierung sind uns fremd. Wir haben viele Talente, aber nur eine Idee.
Universalität
Wir sind eine universelle Bewegung, in der alle nationalen Gesellschaften die gleichen Rechte haben, aber auch die Pflicht, einander zu helfen. Wir achten Nationen, aber keine Grenzen.