Foto: Maks Richter / DRK e.V.Ob Rockkonzert, Fußballspiel, Karnevalsumzug oder Straßenfest – überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen, gibt es viele kleine und größere Notfälle. Die Sanitäter sind bei solchen Veranstaltungen vielfältig im Einsatz. Egal, ob sich ein Kind das Knie aufschürft, ein begeisterter Fan ohnmächtig wird oder einem Läufer beim Marathon die Luft ausgeht – der Sanitätsdienst leistet schnelle Hilfe.
Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte sorgen für die schnelle und kompetente Versorgung bei Verletzungen und Erkrankungen. Falls notwendig, koordinieren sie auch den Transport ins Krankenhaus. Die freiwilligen Helfer werden sorgfältig ausgebildet und für ihre Einsätze angemessen ausgerüstet.
Durch ihre regelmäßigen Einsätze sind die DRK-Sanitäter:innen erfahren und einsatzerprobt. Kommt es zu einem Massenanfall von Verletzten – beispielsweise nach einer Explosion oder einem Zugunglück –, unterstützt der Sanitätsdienst den Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Die Sanitäter:innen haben deshalb eine wichtige Funktion in der DRK-Katastrophenvorsorge.
Die Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit ist mit Personal und Ausstattung für die Versorgung von 20 Verletzten ausgerüstet. In Zusammenarbeit mit einem Notarzt des Rettungsdienstes sowie zwei RTW- und einer KTW-Besatzung versorgen der Arzt und die neun Einsatzkräfte der Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit:
– zwei bis drei schwerverletzte Personen (Behandlungspriorität mit anschließender Transportpriorität, u. a. Infusions- und Intubationstherapie),
– vier bis fünf mittelschwer verletzte Personen (Behandlungspriorität, aber keine Transportpriorität) und
– zwölf leicht verletzte Personen (keine Behandlungs- und Transportpriorität).
Bei einer großen Zahl verletzter Personen haben die sanitätsdienstlichen Aufgaben Vorrang. Daher werden zunächst alle Helferinnen und Helfer der Einsatzeinheit sanitätsdienstlich tätig.