Das Sprichwort "Kleider machen Leute" ist vor allem für die Menschen, die am Rande des Existenzminimums leben von existenzieller Bedeutung.
Kleidung kann ausgrenzen und diskriminieren, Kleidung kann aber auch das Selbstwertgefühl stärken, Türen öffnen, Sehnsucht nach einem normalen Leben und nach normalem Aussehen befriedigen. In allen Gesellschaften dient Kleidung u. a. dazu, über die Persönlichkeit, den Status und die Zugehörigkeit zu einer Gruppe zu informieren. Auch Persönlichkeitsmerkmale werden durch den Stil der Kleidung signalisiert bzw. vom Gegenüber wahrgenommen. 
Welche Reaktionen, Vorurteile und Ausgrenzungsmechanismen im jeweiligen sozialen Umfeld tatsächlich ausgelöst werden - beim Tragen von abgetragenen, nicht zeitgemäßen oder auch defekten Kleidern - können wir uns kaum ausmalen.
Vor diesem Hintergrund arbeitet die Kleiderkammer Nieder-Roden bereits seit Jahrzehnten für sozial bedürftige Kinder und Erwachsene, um ihnen Chancen der gesellschaftlichen Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen.
Nachdem die Kleiderkammer nicht mehr in den Räumen im Bürgerhaus Nieder-Roden bleiben konnte wurden nach erfolgreicher Suche nun neue Räume für diese wichtige soziale Einrichtung in der Stadt Rodgau gefunden.
Das bereits in die Jahre gekommene Konzept der Kleiderkammer wurde überarbeitet um es den derzeitigen Bedürfnissen anzupassen. Damit der Neustart gelingen kann sind viele hilfreiche Hände erforderlich.
Für interessierte Personen bietet das DRK eine qualifizierte Vorbereitung und ergänzende Schulungen an, bei Interesse stehen wir unter der Telefonnummer 069 / 85 00 5 292 gerne für weitere Auskünfte und Beratung zur Verfügung.
